Algemene informatie. Dit vervangt geen juridisch of fiscaal advies.
In Fahrzeugangeboten steht häufig, dass die Mehrwertsteuer ausweisbar ist oder dass das Fahrzeug differenzbesteuert verkauft wird. Für private Käufer ändert das meist wenig am Ablauf, für Unternehmen kann es einen spürbaren Unterschied machen. Dieser Beitrag erklärt die Grundlagen und ersetzt keine Steuerberatung.
Het belangrijkste in het kort
Regelbesteuerung bedeutet ausgewiesene Steuer auf den gesamten Preis, Differenzbesteuerung eine Besteuerung der Marge ohne Ausweis. Für Unternehmen entscheidet das über den Vorsteuerabzug. Prüfen Sie die Angabe vor dem Kauf und lassen Sie Ihre Situation steuerlich beurteilen.
Die Regelbesteuerung
Bei der Regelbesteuerung fällt die Umsatzsteuer auf das gesamte Entgelt an. Der Verkäufer kann sie auf der Rechnung gesondert ausweisen. Ein Unternehmer, der zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann diese Steuer unter den Voraussetzungen des § 15 UStG als Vorsteuer geltend machen, soweit er das Fahrzeug für sein Unternehmen nutzt. Für einen privaten Käufer zählt dagegen der Gesamtpreis, denn er kann die Steuer nicht abziehen.
Die Differenzbesteuerung
Die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG ist eine Sonderregel für den Handel mit gebrauchten Gegenständen. Der Händler versteuert dabei nur den Unterschied zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis. Das Gesetz spricht vom Wiederverkäufer. Sie kommt typischerweise infrage, wenn der Händler das Fahrzeug von einer Privatperson gekauft hat, also ohne Umsatzsteuer, oder wenn es seinerseits differenzbesteuert geliefert wurde.
Die Regel soll eine Mehrfachbesteuerung im Gebrauchtmarkt abmildern. Der Einkauf von einem Unternehmer mit ausgewiesener Umsatzsteuer erfüllt die Voraussetzungen in der Regel nicht.
Was auf der Rechnung steht
Bei einer differenzbesteuerten Lieferung darf die Umsatzsteuer nicht gesondert ausgewiesen werden. Das gilt auch, wenn der Käufer ein Unternehmer ist. Die Rechnung muss nach § 14a Absatz 6 UStG einen Hinweis enthalten, bei Fahrzeugen die Angabe „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung“. Enthalten ist die Steuer trotzdem, sie ist für den Käufer aber nicht sichtbar. Die Handelskammer Hamburg weist darauf hin, dass ein Händler für eine gleichwohl ausgewiesene Steuer haftet.
- Regelbesteuert: Netto, Steuersatz und Steuerbetrag sind gesondert ausgewiesen
- Differenzbesteuert: Gesamtpreis ohne gesonderten Steuerausweis, mit dem genannten Hinweis
- Vorsteuerabzug: aus einer differenzbesteuerten Rechnung in der Regel nicht möglich
Was das für Unternehmen bedeutet
Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist die Besteuerungsart oft ein wichtiges Kriterium beim Vergleich. Ohne ausgewiesene Steuer entfällt der Vorsteuerabzug, die im Preis enthaltene Steuer wird damit zu einem Kostenbestandteil. Vergleichen Sie Angebote deshalb anhand Ihrer tatsächlichen Belastung nach Steuern. Wie sich das in Ihrem Fall auswirkt, hängt von Nutzung und Vorsteuerberechtigung ab. Klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung.
Nach § 25a Absatz 8 UStG kann ein Wiederverkäufer bei jeder einzelnen Lieferung auf die Differenzbesteuerung verzichten. Die Lieferung wird dann regulär besteuert. Ob das möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, muss der Verkäufer für das jeweilige Fahrzeug prüfen. Eine Pflicht zum Verzicht ergibt sich aus der Regelung nicht.
Was das für private Käufer bedeutet
Als Privatperson zahlen Sie den vereinbarten Gesamtpreis. Die Besteuerungsart beeinflusst Ihre Rechte aus dem Kaufvertrag grundsätzlich nicht, denn die Sachmängelhaftung ist eine Frage des Kaufrechts. Auch ein differenzbesteuert verkauftes Fahrzeug unterliegt damit den üblichen Regeln. Maßgeblich sind die Angaben im Vertrag und auf der Rechnung. Abkürzungen im Inserat reichen dafür nicht aus.
Grenzen der Regelung
Die Differenzbesteuerung ist kein Instrument für jeden Fall. Nach § 25a Absatz 1 UStG muss der Verkäufer ein Wiederverkäufer sein. Absatz 7 enthält zudem Ausschlüsse, unter anderem für die innergemeinschaftliche Lieferung neuer Fahrzeuge. Als neu gilt ein Landfahrzeug nach § 1b UStG, wenn es höchstens 6.000 Kilometer zurückgelegt hat oder seine erste Inbetriebnahme höchstens sechs Monate zurückliegt. Bei Geschäften über Landesgrenzen hinweg können deshalb andere Regeln gelten als im Inland. Das sollten Sie im Einzelfall klären lassen.
Wonach Sie fragen sollten
Fragen Sie vor der Entscheidung, welche Besteuerung für das konkrete Fahrzeug gilt und wie die Rechnung aussehen wird. Zu einem Fahrzeug aus dem Bestand von Leasify können Sie uns danach fragen. Steuerliche Beratung leisten wir nicht. Für die Beurteilung Ihrer eigenen Situation ist Ihre Steuerberatung die richtige Stelle.
Bronnen
- § 25a UStG: Differenzbesteuerung
- § 14a UStG: Zusätzliche Pflichten bei der Ausstellung von Rechnungen
- § 15 UStG: Vorsteuerabzug
- § 1b UStG: Innergemeinschaftlicher Erwerb neuer Fahrzeuge
- Handelskammer Hamburg: Differenzbesteuerung im Gebrauchtwarenhandel
- VLH: Differenzbesteuerung beim Verkauf von Gebrauchtwagen
- Ecovis: Differenzbesteuerung im Kfz-Handel
